Aus den Notizbüchern

Über Bibi, die Elefantendame

Fragen über Fragen….

Ohne hier eine theologische Diskussion anzetteln zu wollen: die Gebote sind sehr eigennützig und dienen eben nur unseren („unser“ = wer auch immer gerade „dazu gehört“) Interessen. Einige Gebote projizieren unbegründbare Forderungen als „Wille Gottes“, dem zu gehorchen sei. Das schon alleine reicht als handfesten Verdacht, daß es diesen Gott nicht geben kann.
Und wenn es ihn doch geben sollte und er diese Gebote erlassen hat, dann ist es ein Gott, mit dem ich nichts zu tun haben will.

Naja, die Diskussion ist uralt und läuft unter der Rubrik „Theodizee“, der Frage danach, wie das Böse in die Welt kommt. Meine Antwort: es gibt Gott nicht. Und wenn, dann ist dieser Gott inhärent so böse, wie er gut ist.

Die Geschichte mit der traurigen Elefantendame ist eine außerordentlich gut geschriebene Reportage und wirft ein Licht auf ein eigentlich mikroskopisch unbedeutendes Drama in einem Ozean an Schmerz.
Doch es fällt einem auch der Satz des Nazareners ein: „Was Du dem Geringsten meiner Brüder getan hast…“. Der Satz gilt auch in die andere Richtung.
Es wäre vielleicht auch eine andere Antwort auf die Frage welche Aufgabe sich Jesus tatsächlich aufbürdete: er wußte um das Böse seines Vaters, dessen Gleichgültigkeit, und wollte endlich die Liebe in die Welt bringen.

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