Archiv der Kategorie: dreamtime-traumzeit

Der Osterhasengruß

Es wird ein Film gedreht: Besuch bei einen Sammler mechanischer Harlekine. Der Raum ist voll mit prächtigen und detailverliebt ausgestatteten feinmechanischen Mensch-Automaten. Genau genommen sind es als Automaten verkleidete Schauspieler, denn es ist ja nur eine Filmkulisse. Einer dieser Figuren steht, während die anderen sitzen. Er trägt eine Phantasieuniform, die aus vielen verschiedenen Stoffresten genäht wurde. Die Epauletten wurden aus mehreren kleinen Teddybären komponiert, die Schärpe zeigt bunte Kindermotive: Bären und lustige Wale, Bälle und Sonne und Mond und Sterne, die Hose ein blauweiß gestreifter Pyjama. Der Schauspieler der diesen mechanischen Automaten spielt, ist [...]

Böse Träume

Kniebolo steht neben mir, er will sich umbringen, ich bringe mich mit ihm zusammen um, sonst macht er das nicht, und wir alle wissen, daß wir ihn loswerden müssen. Die Methode jedoch ist langwierig und unangenehm, mit einem Stahldorn steche ich mir immer wieder durch die Schädeldecke ins Gehirn. Das tut nicht wirklich weh, aber es kostet große Überwindung; es gibt nur eine leise Verwunderung, daß ich es überhaupt durch den Knochen schaffe. Irgendwann ist A.H. tatsächlich tot, während ich immer noch bei Bewußtsein bin, schließlich war er ein alter, von den Strapazen erschöpfter Mann (sein Altmännergeruch steht im Raum und erregt eine leichte Übelkeit), ich bin dagegen noch jünger [...]

Stay hungry, stay foolish.

In letzter Zeit stöberte ich mal wieder auf der TED-Webseite herum und stieß dabei auf dieses Video. Es gibt da eine schöne Stelle über den (unerlaubt besuchten) Kurs in Typografie, ohne den es weder auf dem Mac noch auf dem PC proportionale Schriftdarstellung gäbe. Update: der Titel der Blogpost (des Blogposts?) wird von Steve Jobs zitiert, es steht auf der letzten Ausgabe des Whole Earth Catalog. Steve Jobs nennt den Katalog "Google auf Papier, 35 Jahre vor Google". Der Whole Earth Catalog wurde von Stewart Brand herausgegeben und war ein unabhängiger Warenkatalog. Ein Artikel wurde im Katalog aufgelistet, wenn er: als Werkzeug nützlich ist, für unabhängige Erziehung [...]

K.T. der Z.K.

Sagte ich schon, dass ich mit K.T. dem Z.K. in der Küche meiner Mutter stand und den Stand der Dinge und die Zukunft des Gemeinwesens diskutierte?
Die ganze Zeit sprang ein drahtiger mittelalter Mann umher, rannte die Treppe herauf und herunter: elegant glänzend-grauer Anzug, weitgehend kahler Schädel, ein Haarkranz verstärkt das markante Profil. Er wird „Der kleine Innenminister“ genannt und obwohl der Spitzname sich lediglich auf die Körpergröße bezieht, paßte es doch auf das subalterne Verhalten.

Überschätzt

Vor ein paar Tagen wieder ein Traum, in dem ich mich in einer unwirklichen Version des Uhlenbuschs bewegte: größer, verwinkelter und dunkler. Staub und fettiger Dreck allenthalben, Regale voller Röhren, Schweißstäben und Metallresten. Diesmal traf ich auf den Hausherrn, in einer Trauminkarnation - jünger, agil, mit dichtem dunklem Haar. Wir begrüßten uns, da fiel mir ein: "...aber Herr Weber, Sie sind doch gestorben!" Mit der ihm eigenen, weit ausholenden Handbewegung wischt er diesen Einwand beiseite: "Sterben? Das wird völlig überschätzt!". Ich wachte lachend auf - was für ein feiner Spaß. Es stellt sich jedoch die Frage, was unsere Gehirne machen, wenn wir nicht anwesend sind... [...]