Die Kultur des Möglichen

Erschienen in Segelfliegen-Magazin Nov. 2011 Man könnte die Geschichte der Entdecker und Entdeckungen auch als eine "Kultur des Möglichen" beschreiben. Mit großer Sicherheit gab es bereits im Neolithikum Seefahrten und weite Reisen, doch erst in der Neuzeit war es Christopher Kolumbus der – für die damalige Zeit unter großer öffentlichen Aufmerksamkeit – den Seeweg nach Amerika aufzeigte. Innerhalb weniger Jahre fand er dutzende Nachahmer und nicht mal ein Jahrzehnt nach seiner Entdeckung gab es bereits eine Art Linienverkehr in die Neue Welt. Das selbe Phänomen finden wir in jedem Aspekt unserer technologischen Zivilisation, so natürlich auch in der Fliegerei. Otto Lilienthal [...]

From the Sketchbook

Frankly I don’t sketch nearly as much as I wished to. So it took another two years to fill one of those moleskines. Probably most of the pages are filled with notes for commissions and the occasional little architectural sketch for one of those projects. But every now and then I do sketch… Have a look!

Google+

Beim Nachdenken über Google+ drängt sich ein Gedanke auf, der bestimmt schon von klügeren Netz-Analytikern formuliert wurde. Noch vor ein paar Jahren (gefühlt: damals - vor langer Zeit!) schimpften alle auf die "Datenkrake Google", die angeblich alles über uns wüßte. Nun aber fürchten die Paranoiker facebook, denn es ist schon erschütternd, was Menschen alles von sich preisgeben und Zuckerbergs Einlassungen, der das Ende der Privatsphäre proklamiert, bestätigen diese Vorbehalte. Wenn ich aber nun Google+ mit seinen Circles anschaue, dann sehe ich den nassen Traum eines Werbestrategen wahr werden. In facebook habe ich 150-oder-so Freunde. Das ist offenkundiger Quatsch, denn meine [...]

Böse Träume

Kniebolo steht neben mir, er will sich umbringen, ich bringe mich mit ihm zusammen um, sonst macht er das nicht, und wir alle wissen, daß wir ihn loswerden müssen. Die Methode jedoch ist langwierig und unangenehm, mit einem Stahldorn steche ich mir immer wieder durch die Schädeldecke ins Gehirn. Das tut nicht wirklich weh, aber es kostet große Überwindung; es gibt nur eine leise Verwunderung, daß ich es überhaupt durch den Knochen schaffe. Irgendwann ist A.H. tatsächlich tot, während ich immer noch bei Bewußtsein bin, schließlich war er ein alter, von den Strapazen erschöpfter Mann (sein Altmännergeruch steht im Raum und erregt eine leichte Übelkeit), ich bin dagegen noch jünger [...]

Force de frappe!

This is a nice picture, I can't believe the French officials dared to show this their people. It was only a few days after the nuclear power plant in Chnerobyl blew up on April 26, 1986. If it wasn't so terrible I'd be rolling on the floor laughing... Picture taken from this documentation. Ten thousands of people who helped to prevent a catastrophe died the following years, although officially not more than 57 (!) people were killed by the "accident". While Fukushima history re-enacts criminal lyers like Wade Allison are writing essays claiming that it's not worse than a mishapp in a chemical power plant. There is a certain tradition under British scholars to deny historical facts [...]

Thermik

Wer erinnert sich noch an die Schlüsselszene aus American Beauty, in der der Sohn des Nachbarn das Video der tanzenden Plastiktüte vorführt? Schöner noch und majestätischer sieht man es hier:

Hanlon’s Razor

Heute finde ich in einem meiner Lieblingsblogs einen mir neuen Begriff für eine alte Überzeugung: Hanlon’s Razor: “Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity.” („Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“) Auf die Behauptung "Die wirklich wichtigen Entscheidungen werden ganz woanders getroffen" lautete meine Version (wie schon an anderer Stelle erwähnt): "Die wirklich wichtigen Entscheidungen werden gar nicht getroffen." Hanlon’s Razor bringt das allgemeiner auf den Punkt, noch etwas besser finde ich die Formulierung "Never blame something on a conspiracy that can be explained by incompetence." ("Man [...]